Verdener Ruderverein e.V.

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Gemeinschafts-Wanderfahrt Verdener Ruderverein und Ruderriege Havelberg von 1909 e.V.

Das lange Wochenende um den Tag der Deutschen Einheit nutzten 22 Ruderer für eine gemeinsame
Wanderfahrt auf der Aller, Leine und Weser.
So wurde dies so zusagen zur Begegnung beider Partnerstädte zum Tag der Deutschen Einheit.
Jedoch nicht wie in diesem Jahr offiziell in Havelberg, sondern für uns Ruderer in Verden.
2014 feierte der Verdender Ruderverein sein 125 jähriges Bestehen und lud dazu auch die
Ruderriege Havelberg von 1909 e.V. ein. Daraus entwickelte sich eine engere Freundschaft
zwischen den Ruderern. Wir nehmen dies zum Anlass - so allen möglich - uns einmal jährlich
gegenseitig zu besuchen. In diesem Jahr wurden wir von den Verdener Ruderfreunden eingeladen.
Unter der Fahrtenleitung des Vorsitzenden Eckhard Raake wurde eine Wanderfahrt auf den
Heimatflüssen Aller, Leine und Weser organisiert.
Wir, das heißt sechs „Ossis“, fünf aus Havelberg, einer aus Dessau, machten uns am Freitag auf
dem Weg zu den „Wessis“ nach Verden. Dort angekommen nahmen wir uns Zeit, um die
Innenstadt ein wenig kennen zu lernen. Am Nachmittag ging es dann ins Bootshaus zum Beladen
der Ruderboote und Abtransport zum ca. 40 km oberhalb von Verden liegenden Hotel
„Allerhof“ im kleinen Örtchen Bosse. Von dort aus starteten wir zu zwei Tagestouren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Startpunkt an der Schleuse Hademstorf


Die für Samstag geplante Tour auf der Leine musste aufgrund extremen Niedrigwassers des Flusses
kurzfristig geändert werden. So starteten wir nahe der Mündung der Leine in die Aller und konnten
zumindest noch auf 2 km die Leine rudernd erkunden.

 

 

 

 

 

"Schwein will auch mit"

 

 

 

 

Der Sonntag führte uns dann auf der Aller zurück in die Reiterstadt Verden. Auch die Aller führte
sehr wenig Wasser. Immer wieder mussten unsere Steuerleute tückischen Sandbänken ausweichen.
Teilweise kam es trotz aller Vorsicht zu Kollisionen mit den Sandbänken. Die Grundberührungen
der Boote führten zu leichten Lackkratzern in der Bootsaußenhaut. Somit fand der von uns
Ruderern bekannte Wunsch: „…Immer eine handbreit Wasser unter dem Kiel…“ nun erst recht
seine ernsthafte Bedeutung. Denn die Verdener besitzen zumeist sehr neuwertige
Wanderruderboote im tadellosen Zustand.
Entgegen der trüben und regnerischen Wetterprognosen ruderten wir bei erstaunlich gutem Wetter,
erst wenige km vor Verden störte uns starker Gegenwind und Regen, welcher uns an die letzten
beiden gemeinsamen Wanderfahrten erinnerte. Dennoch erreichten alle 22 Ruderer in 5 Booten
wohlbehalten am Sonntagnachmittag das Ziel.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lothar serviert Danziger Goldwasser


Den letzten gemeinsamen Abend verbrachten wir bei einem gemütlichen Grillfest. Die Havelberger
nutzten den Abend, um den Verdener Ruderern Grüße aus der Partnerstadt in Form eines Fotos der
2015 stattgefundenen „BUGA-Cup“ Regatta vor der Domkulisse zu überbringen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Grüße aus Havelberg


Am Einheitstag unternahmen alle Teilnehmer der Rudertour nochmals einen Tagesausflug zum
Sperrwerk der Weser bei Intschede, welches sich ca. 10 Kilometer vom Ruderbootshaus befindet.
Insgesamt wurden 86 km an diesem Wochenende gerudert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Wehr an der Weser bei Intschede


Wir bedanken uns für die Gastfreundschaft und insbesondere bei „Ecki“ für die tolle Organisation
dieser Fahrt. Wir sind froh über die wieder belebte Freundschaft zwischen den Vereinen und freuen
uns auf ein Wiedersehen in Havelberg.
Ganz unbeabsichtigt wurde für beide Vereine das „Tag der Deutschen Einheit Wochenende“ ganz
im Sinne der Einheit zelebriert. 27 Jahre nach dem Mauerfall sind die vorgenannten Personenkreise
„Ossi“ und „Wessi“ vielleicht überalterte Begriffe. Doch gerade in Zeiten von Pegida und AfD ist
es gut, mal nicht darüber nachzudenken was uns trennt und wo gegen man sein kann, sondern was
uns verbindet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mathias Schulz, Beate Gädeke
Havelberg, im Oktober 2016

Und hier der entsprechende dort erschiene Zeitungsartikel:

Bericht Elb-Havel-EchoBericht Elb-Havel-Echo