Verdener Ruderverein e.V.

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Liebe VRV Mitglieder.

Nachfolgend die aktuellen Informationen:

•    Das Sportverbot der gültigen Verordnung in Niedersachsen ist noch nicht aufgehoben, für Niedersachsen sind derzeit offiziell noch keine konkreten Lockerungen im Sportbereich bekannt.
•    Lediglich für Kadersportler*innen ist, unter Berücksichtigung aller Sicherheitsmaßnahmen, das Training im Freien möglich. Das trifft im VRV z.Zt. einzig für Charlotte Hoffmann zu.

•    In einer Telko der Sportminister der Länder, unter Beteiligung des Bundesinnenministeriums und des DOSB sind Perspektiven zur Wiederaufnahme des Sports und eines stufenweisen Wiedereinstieg in den Trainings- und Wettkampfbetrieb beraten worden. U.a. wurde hier beraten, das Breiten- und Freizeitsport an der „frischen Luft“ wieder zulässig ist. Dabei muss ein Abstand von zwei Meter zwischen den Sporttreibenden gewährleistet sein. Der Sport soll „kontaktfrei“ ausgeübt werden.
•    D.h., dass das Einerrudern in jedem Fall wieder möglich sein wird!!!
•    Wir wollen im VRV zum nächst möglichen Zeitpunkt das Einerrudern für alle Interessierten wieder frei geben.
•    Praktisch kann das in einem Zeitraster eingeteilt werden, so dass es gar keine Berührungspunkte zwischen den Sportler*innen geben muss. Jede(r) Sportler*in kann in einem Zeitfenster von 3 Stunden seine Sporteinheit absolvieren. Die Öffnung des VRV für diese Individualsportler*innen kann täglich von 8:00 bis 20:00 Uhr geplant werden. Damit hätten täglich 4 Personen die Möglichkeit auf der Aller im Einer zu rudern. Die gültige Ruderordnung und das Ampelsystem zur Bootsnutzung ist dabei natürlich zu beachten.
•    Sobald diese Regelung in Kraft treten kann, wird sie über die Website veröffentlicht! Einzelheiten werden dann ebenfalls bekannt gegeben.

                                 Wir bitten alle bis zu diesem Zeitpunkt noch um Geduld.

•    Die Trainingsräume und die Duschräume dürfen auch weiterhin nicht benutzt werden.
•    Die VARA am 01.05.2020 ist abgesagt.
•    Die Bootsbestellung der Firma Schellenbach (aus Österreich !!!) wird uns in den nächsten 3 Monaten leider nicht erreichen.

Der Vorstand hat sich, vorbehaltlich aller kommenden Verordnungen, vorgenommen in den ersten Tagen im Mai zu einer Vorstandssitzung zu treffen. Falls es Anliegen der Mitglieder gibt, bitte ich um die Übersendung per Mail, damit wir eure Anliegen kennen und sie ggf. bearbeiten können.

Ich hoffe, so bald wie möglich den Wiedereinstieg in den Sportbetrieb bekanntgeben zu können und die ersten Einerruder*innen auf der Aller zu sehen.

Vielen Dank für Euer Verständnis und die besten Wünsche für die Gesundheit.

Verden, den 21.04.2020

Uwe Hollmann

Hinsichtlich möglicher Maßnahmen zur Einhaltung der Abstände und Hygienevorschriften verweisen wir auf die Veröffentlichung des DRV auf www.rudern.de

 

Alle aktuellen weiteren Entwicklungen könnt Ihr hier nachlesen

Und hier noch eine Ergänzung:

An die Mitgliedsvereine und das LRVN Trainerteam!

Liebe Ruderfreunde,

„Endlich!“ riefen die einen, „unmöglich“ protestierten die anderen – der Anlass war damals* zwar ein anderer, aber auch heute variieren die Bewertungen des Vorgehens zur Rückkehr in die „Normalität“ in dieser Bandbreite.

Das Präsidium des LandesSportBundes (LSB) Niedersachsen spricht sich für einen bundesweit einheitlichen Wiedereinstieg in den Sportbetrieb nach verbindlichen Standards ab dem 6. Mai aus. „Die Mitgliedsvereine des LSB mit ihren vielfältigen Sportangeboten brauchen und erwarten klare, verbindliche sportartspezifische Übergangs-Regeln für die Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs und wenn möglich eines begrenzten Wettkampfbetriebs als klare Leitfäden“, heißt es in einer Pressemitteilung des Gremiums nach der 37. Sitzung des Gremiums am 24. April 2020.

Der zu beobachtende Flickenteppich unterschiedlicher Regelungen und Handhabungen leider auch in Niedersachsen, könne Vereinsmitgliedern und Sporttreibenden nicht dauerhaft vermittelt werden und sei nicht hilfreich, um das Infektionsgeschehen weiter erfolgreich unter Kontrolle zu halten. Der LSB teile die Auffassung der Niedersächsischen Landesregierung, dass sich Niedersachsen am Anfang eines neuen Kapitels des gemeinsamen Kampfes gegen die Corona-Pandemie befinde, aber leider noch nicht an seinem Ende. „Der LSB weiß um die Bedeutung des vereinsbasierten Sporttreibens als wichtigem Ausgleichsfaktor, um mit den Folgen der Corona-Krise umgehen zu können. Trotzdem rufen wir Sportvereine, Landesfachverbände und Sportbünde als unsere Gliederungen zur Geschlossenheit auf.“ Einzelaktivitäten könnten die Glaubwürdigkeit der Sportorganisation gefährden. „Viel wichtiger ist es, gemeinsam solidarisch auch mit den Landesfachverbänden zu sein, die voraussichtlich nicht sofort wieder ihren Sportbetrieb aufnehmen können.“

Der Vorstand und das Präsidium des LRVN steht zu den Aussagen des LSB. Nur wenn die Einhaltung der vereinbarten Rahmenbedingungen gewährleistet ist, dann - und nur dann - wird man in die Situation kommen, entscheiden zu können, ob es am jeweiligen Ort wieder gerudert werden kann. Bei der angesprochenen Solidarität geht es darüber hinaus auch um die Solidarität innerhalb der Rudererfamilie. Es ist gut, dass unsere KadersportlerInnen aufgrund einer Ausnahmeregelung schon im Einer auf dem Wasser trainieren können. Aber wir dürfen dabei auch die Breitensportler nicht vergessen, die im vergangenen Jahr gerade die zahlreichen Ruderkurse absolviert haben. Wie motivieren wir diese Gruppe, die vielleicht noch keine Steuermannsausbildung hat und gar nicht allein im Einer unterwegs sein darf? Mal abgesehen davon, dass wir ja die Gemeinschaft im Boot und im Verein als Besonderheit der Rudererfamilie herausstellen.

Nach einer ersten Stufe der Wiederaufnahme und auch zur Überbrückung bis zur Öffnung für die nächste Gruppe / Bootsklasse sollten wir überlegen, welche Aktivitäten die Ruderer in Kontakt zum Verein hält. Für die leistungsambitionierten Sportler bieten unsere Landestrainer über eine WhatsApp-Gruppe jede Woche neue Trainingspläne. Für unsere Breitensport-orientierten Ruder müssen wir über die Vereine eine Motivation und auch Erfolgskontrolle organisieren. Ein Beispiel vom 1. FRC Hannover: Dort wurde ein Staffellauf laufend, walkend, gehend oder Fahrrad fahrend von Haustür zu Haustür der Mitglieder organisiert – so trifft sich der Verein in 2-er Gruppen bei der virtuellen Stabübergabe und ist gedanklich miteinander verbunden.

Solche Ideen sind gefragt, denn auch bei „Outdoor“-Sport werden wir nicht schnell zur „Normalität“ zurückkehren. Auf keinen Fall dürfen wir eine vorschnelle Rückkehr zum „alten“ Rudererleben fordern oder erwarten. Lasst uns die neuen Möglichkeiten ausbauen und bewahren, sie können den Vereinstrott zwischen Anrudern, Wanderfahrten und Abrudern neu beleben.

Bleibt kreativ, geduldig und gesund!

Mit rudersportlichen Grüßen

Rüdiger Schlünzen

*) Damals wurde Martin Luthers Forderung laut, künftig alle Gottesdienste auf Deutsch zu feiern. Manche Landesfürsten verboten das, andere förderten es. – Quelle: Nordkirche.

Landesruderverband Niedersachsen e.V.